Düsseldorf : »Revue de presse/Presseschau »

Après le Salon Vert-du-Rhin et les Conférences historiques, Elizabeth Antébi avait lancé la « Revue de Presse ».

Il s’agissait de confronter les points de vue et les manières de dialoguer selon les pays d’Europe représentés au sein de l’Amitié des Françaises – qui seraient plutôt des francophones _ et au-delà avec des étudiants ou personnes intéressées de Düsseldorf, Cologne et alentour. Dans la langue originelle de chacun si possible.

La discussion se déroulait à partir d’un ou de plusieurs articles de la presse européenne, proposé(s) par une ou plusieurs participante(s). Ce pouvait être en tout domaine – de la politique à la mode, de l’économie à la cuisine.

Les discussions de ce genre, en Allemagne, ne peuvent pendant la journée ne se dérouler qu’entre femmes – première différence avec les Français semble-t-il qui peuvent se réunir le soir dans un bistrot et discuter à l’infini. Ensuite les discussions politiques n’ont pas l’air d’enchanter les auditoires, souvent peu rompus à ce genre de discussions. Ou bien ? Nous serions ravis d’entendre un autre son de cloche si vous nous en faites part. Bref, la revue de presse a cessé faute de combattant(e)s. Nous laissons toutefois en ligne, certaines propositions intéressantes.

La réunion commence par un « pitch » du contenu de l’article dont on parle, puis parole est donnée à celui ou celle qui le présente et en dit ce qui l’a intéressé(e). Suit une discussion de 10 minutes de moyenne environ pour chaque article présenté – plus ou moins selon l’importance du sujet.
En fin de séance, nous pourrons avoir une « revue de presse » rapide, avec quelques titres qui ne demandent pas qu’on s’attarde, et un « vu et entendu à la télévision et à la radio ».

La première Revue de Presse a été un festival de réparties, de dialogues très animés, de comparaison passionnante entre sensibilités allemandes et françaises, bref une rencontre à la fois enrichissante, drôle et … savoureuse grâce à toutes les bonnes choses que nous avons mangées – car on apporte un petit quelque chose si possible pour trinquer et grignoter.

 Düsseldorf. L’adresse sera donnée sur inscription (gratuite).
Les extraits de presse proposés seront mis en ligne avec extraits de la discussion ou commentaires choisis. Les envoyer en s’inscrivant et à la même adresse. Pour faire partie de ce cercle et discuter des articles, point n’est besoin de proposer un article, et l’on pourra faire appel de temps à autre à la langue de son choix pour préciser tel ou tel point. Si quelqu’un peut d’ailleurs traduire et relayer notre Presseschau en allemand ou en anglais, qu’il se signale !

ARTICLES POUR LE 20 JANVIER (en attente)

Pour parler autour d’un « pot » commun, nous suggérons, en vue de la prochaine discussion, d’aller lire le site Eurotopics, revue de presse internationale, avec des articles de divers supports qui se répondent les uns aux autres, selon des positions politiques différentes, voire opposées. Un moyen d’observer la différence d’approche entre nations européennes et les enjeux différents selon les pays.

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ARTICLES POUR LE 13 NOVEMBRE :

– par E.A. : http://www.causeur.fr/la-laicite-est-un-sport-de-combat-30021.html et les articles de ce Brighelli qui fait feu de tout bois, avec plume et esprit, et comme disait Cyrano « c’est bien plus beau parce que c’est inutile » -devise de tous les esprits libres d’aujourd’hui. A relier à un autre article du cher Boualem Sansal, « Une guerre pour rien » dans le Figaro (05.11.2014) :

FIGAROVOX/EXTRAIT- Après les célébrations du début de la guerre d’Algérie dans son pays, l’écrivain Boualem Sansal a publié dans Le Figaro une violente charge contre ces commémorations officielles. Boualem Sansel est écrivain. Il a reçu en 2013, le grand prix de la francophonie décerné parl’Académie Française. Son dernier ouvrage Gouverner au nom d’Allah a été publié en 2013 chez Gallimard.

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– par M.Z. : Ein interessanter Artikel aus der App der Süddeutschen Zeitung, 08.11.2014
Gastkommentar
Deutschlands Verantwortung
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Von Daniel Barenboim, 71, Dirigent und Pianist

Die Welt erscheint uns dieser Tage unsicherer denn je. Konfliktherde im Nahen Osten, in Afrika und in Osteuropa, Hungersnöte und Krisen wie die Ebola-Epidemie dominieren unser kollektives Bewusstsein. Und unsere Regierungen sind gespalten darüber, welche Antworten die richtigen sind. Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht vor Krieg, Hunger, Unterdrückung und Armut. Europa erscheint diesen Menschen als letzter, sicherer Zufluchtsort. Die reichen Nationen des Westens sind sozial und moralisch gefordert. Der 25. Jahrestag des Mauerfalls bietet einen guten Anlass, über den Zustand der Welt und über die besondere Verantwortung des geeinten Deutschlands und ganz Europas in diesen schwierigen Zeiten nachzudenken.

Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion und der daraus resultierenden Aussicht auf eine neuen Weltordnung, kippte das prekäre Gleichgewicht der Großmächte. Es hätte eine unangefochtene, eindeutige Hegemonie der USA und Europas entstehen können, da sich ja die westlichen Systeme der Demokratie und des Kapitalismus durchgesetzt hatten. Der Westen, mit den USA an der Spitze, hätte die internationale Politik dieser neuen Zeit maßgeblich prägen können.

Stattdessen verspielte er seinen globalen Führungsanspruch. Durch ungesunden ideologischen Triumphalismus, durch Uneinigkeit und letztlich durch das moralische Versagen in internationalen Krisen wie dem Genozid in Ruanda, dem völkerrechtswidrigen Krieg gegen den Irak mitsamt den skandalösen Foltergefängnissen in Abu Ghraib und Guantanamo verloren insbesondere die USA ihre moralische und politische Autorität, die sie nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges mit der Umsetzung des Marshall-Plans so erfolgreich in Europa behauptet hatten. Auch die Chance, die positiven Aspekte von Sozialismus, Kapitalismus und Demokratie zu einem neuen, zukunftstauglichen System zu integrieren, wurde vertan.

Die Welt erscheint heute führungslos, und so ist es kaum verwunderlich, dass jeder noch so kleine, scheinbar lokale Konflikt sich schnell zum Flächenbrand ausweitet. Der 11. September 2001 und seine Folgen, die Kriege im Nahen Osten, der Ukraine-Konflikt – all dies wäre so nicht denkbar, hätte der Westen eine neue Balance gefunden und dadurch seine Verantwortung nach dem Ende des Kalten Krieges wirklich ausgefüllt. Es gibt stattdessen ein Machtvakuum in der internationalen Arena. Ich bin der festen Überzeugung, dass es Europa und zumal Deutschland obliegt, in dieser schwierigen Zeit eine größere Verantwortung zu übernehmen.

Deutschland hat lange Zeit – aus guten Gründen – keine Führungsansprüche erhoben, sondern eine Politik des Konsenses und der Kooperation verfolgt, besonders im Kontext der Europäischen Union. Auch in Zukunft sollte es keine deutschen Alleingänge geben. Dennoch kann die Bundesrepublik eine aktivere außenpolitische Rolle als bisher spielen.

Der geglückte Wiederaufbau Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg war nur durch internationale Hilfe möglich. Aus dieser besonderen Geschichte wächst Verantwortung – und kein Land weiß dies besser als die Bundesrepublik. Sie kann heute viele notleidende Menschen auf der Flucht langfristig und glaubhaft unterstützen. Das sollte sie tun. Die deutsche Geschichte ist eine demokratische Erfolgsgeschichte. Aus ihr erwächst eine Pflicht, anderen Ländern und Menschen einen ähnlichen Wiederaufbau zu ermöglichen.

Deutschland kann und müsste Druck auf Israel ausüben. Es geht um dessen Zukunft
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Als Jude lebe ich seit 23 Jahren in Berlin, und dies wäre für mich nicht möglich, hätte ich nicht das Gefühl, dass die Deutschen eine tiefe und ehrliche Auseinandersetzung mit ihrer Vergangenheit hinter sich haben. Ich bin voller Bewunderung hierfür, denn kein anderes Volk hat etwas Vergleichbares geleistet. Aber diese Phase der Selbstreflexion sollte nicht folgenlos für die Außenpolitik bleiben.

Im israelisch-palästinensischen Konflikt hält sich Deutschland zurück, um das deutsche Verhältnis zu Israel nicht zu belasten. Eine Lösung dieses Konflikts ist aber ohne eine deutsche Einflussnahme auf die israelische Politik nicht denkbar. Deutschland kann und müsste Druck auf Israel ausüben, denn letztlich geht es um die geistige und politische Zukunft des Staates Israel. Die Logik ist einfach: Deutschland hat sich der Sicherheit des Staates Israels verpflichtet. Langfristig kann es diese aber nur geben, wenn dem palästinensischen Volk eine gerechte Zukunft in einem eigenen Staat gesichert wird. Sonst wird sich die Geschichte in jener Region von Krieg zu Krieg wiederholen und es wird ein permanentes, untragbares Unentschieden geben. Einer wusste das genau: der israelische Ministerpräsident Jitzchak Rabin: « Ich war Soldat und weiß als solcher, dass Israel Kriege gegen Syrien, Libanon und Ägypten gewinnen kann, und vielleicht sogar gegen alle drei Staaten gemeinsam. Aber Israel kann keinen Krieg gegen die Palästinenser gewinnen. Meine erste Verpflichtung ist gegenüber der Sicherheit der israelischen Bevölkerung, und ich kann dieser Verpflichtung nur gerecht werden, wenn wir Frieden mit den Palästinensern schaffen. » Diese Aussage kostete Rabin das Leben.

Es ist Deutschlands Aufgabe, Israels Regierung ebendies klarzumachen: Dass es auf Dauer nur eine Zukunft für Israel gibt, wenn seine Regierung zum echten Friedensschluss mit den Palästinensern bereit ist. Dass dies umgekehrt auch für die Palästinenser rings um die Hamas gilt, muss nicht betont werden. Beide Seiten müssen verstehen lernen, dass sie gesegnet oder verdammt sind, zusammen zu leben und dass Hass, territoriale und ethnische oder religiöse Ausgrenzung und Terror noch niemals in der Geschichte zum Frieden geführt haben, sondern allenfalls zu Toten, zu immer mehr Toten. Auch das ist eine bittere historische Lektion, die Deutschland gelernt hat. Sie kann und sollte zum Maßstab seiner Außenpolitik werden.

– par M.P.: « La nouvelle ère des machines », par Yann Le Galès, Le Figaro économique 20.11.14rp2-ere-machinespour compléter cf. http://www.scoop.it/t/les-medias-face-a-leur-destin/p/4031403391/2014/11/09/logiciels-algorithmes-robots-journalisme-sous-influence A re-compléter par : http://meta-media.fr/2014/11/09/logiciels-algorithmes-robots-journalisme-sous-influence.html

– par G.P. : présente à nouveau un article (Rheinische Post 13.10.14) dont nous n’avons guère pu parler la dernière fois (cf. + bas) et qui en vaut la peine à plusieurs niveaux : l’irruption d’un « dreadlocks », Jaron Lanier, dans le très sérieux Prix de la Paix des Libraires Allemands de l’Eglise Saint-Paul à Francfort, d’un pionnier d’Internet – créateur des termes de « réalité virtuelle » – qui met en garde contre la dérive totalitaire de la toile, d’une victime des nazis couronnée en Allemagne. Sa présentation de lui-même en anglais : http://www.jaronlanier.com/general.html et par ce qu’il considère – non sans raison – comme du « maoïsme numérique », Wikipedia : http://fr.wikipedia.org/wiki/Jaron_Lanier

– par H.D. :  deux articles (pas eu le temps de mettre en ligne, elle apporte les photocopies), l’un du Süddeutscher Zeitung « Wahn und Dschihad«  (Folie et Djihad) qui est un interview d’un psychiatre, Norbert Nedopil sur le sujet ; l’autre du Monde « Coexister c’est comprendre ce qui peut offenser l’autre«  de Jean-Marie Le Clézio, que nous reproduisons ici pour les non-abonnés (nota bene, nous ne reproduirons que les articles qu’il faut vraiment lire pour en discuter, les autres souvent ont l’idée générale dans le titre) :

Jean-Marie Gustave Le Clézio, prix Nobel de littérature 2008, né à Nice en 1940, est de nationalité française et mauricienne. Il beaucoup voyagé, s’est intéressé aux cultures amérindiennes et a raconté à sa manière la colonisation du Sahara occidental dans Désert (Gallimard, 1980). Dans cet entretien, il nous parle du multiculturalisme, aujourd’hui tant décrié.

Par votre histoire personnelle, vous vous dites multiculturel de naissance, pourriez-vous nous en parler ?

Je suis né en France en 1940 dans une famille d’origine bretonne émigrée à l’île Maurice, en ce sens je suis français, mais sous influence. Mon père, lui, était mauricien, donc britannique à l’époque. Il faut comprendre que l’île Maurice connaissait un curieux état de schizophrénie, du fait qu’elle a été colonisée par la France de 1715 jusqu’en 1810, puis par les Anglais. Nombre de familles mauriciennes furent scindées entre ceux qui soutenaient l’Angleterre et ceux qui faisaient de la résistance, le plus souvent des femmes, qui ne suivaient pas toujours des études, et rechignaient à adopter la langue anglaise. Cela a produit des familles bizarres, avec des hommes plutôt anglophiles et des femmes francophiles. Ma famille n’a pas échappé à cette situation. Ni moi…

Vous étiez donc britannique, mauricien, bilingue tout en vivant en France…

En effet, j’avais la nationalité britannique, tandis que ma mère cultivait l’amour de la France et accusait l’Angleterre des pires méfaits : d’avoir brûlé Jeanne d’Arc, bombardé la flotte française à Mers El-Kébir en 1940, j’en passe. Quand j’ai fait la connaissance de mon père, à 10 ans, il a voulu qu’on lui parle en anglais. Il n’arrêtait pas de critiquer la France, il défendait le colonialisme anglais, qu’il disait plus respectueux des populations que les Français. Il exerçait une discipline de fer à la manière de l’armée britannique, nous dressant mon frère et moi avec sa canne en bois. En même temps, il avait une bonne bibliothèque anglaise où l’on trouvait Shakespeare, Conrad, Dickens. Ma mère, elle, avait hérité de la bibliothèque classique française de ses parents, qui allait de Chateaubriand à Alphonse Daudet. J’ai beaucoup lu dans les deux langues. Le résultat, c’est que j’étais très partagé, avec une identité composite, nourrie de plusieurs cultures…

Cette identité était-elle « malheureuse », pour reprendre le titre d’un essai récent d’Alain Finkielkraut ?

Il me semble que ce livre est l’un des plus inquiétants publiés ces dernières années. Il défend une pensée uniculturelle. A la différence de son auteur, je me suis posé la question d’écrire en français ou en anglais, alors que je vivais en France. Pour plaire à mon père, j’ai commencé par produire des textes en anglais mais, heureusement ou malheureusement, je ne sais pas, ils ont été refusés par les éditeurs anglais. Je suis passé au français, une très belle langue, ce qui ne m’empêche pas d’apprécier l’anglais. Etudiant, j’ai même pensé à devenir un citoyen britannique à part entière, sans doute encore pour satisfaire mon père. C’était facile, j’avais un passeport britannique, même s’il portait la lettre infamante C, « Consular », qui signifiait que ma naissance avait été déclarée au consulat. Je me suis installé à Bristol, puis à Londres, où j’ai passé quelques années. Puis, j’ai eu envie de revenir en France. En fin de compte, mon identité n’est pas malheureuse mais multiple, comme celle d’énormément de gens…

A l’île Maurice, on peut donc parler d’une société multiculturelle ?

L’île est multiculturelle depuis bien longtemps, puisque des communautés différentes y vivent ensemble depuis le XVIIsiècle, quand les Hollandais l’occupèrent avec des esclaves africains et malgaches. Par la suite, les Français l’ont colonisée, amenant de nouveaux esclaves, puis les Anglais, accompagnés par des Indiens hindouistes et musulmans, sans oublier l’arrivée des Chinois. Cette pluralité s’est traduite, à l’usage, par une certaine tolérance, d’autant que les Anglais ont favorisé le multiculturalisme en instituant des lois qui respectaient les religions et les langues de chaque communauté.

Dans une île où, plusieurs fois par jour, dans un quartier ou l’autre, vous entendez les cloches de l’église sonner, le gong battre dans un temple tamoul, ou l’appel du muezzin, vous êtes préparé, déjà auditivement, à cohabiter avec des gens différents. Ensuite, visuellement, vous découvrez dans les rues des personnes de toutes les teintes de peau, vêtues et coiffées de toutes les manières, avec des façons de se parler changeantes, des règles de vie dissemblables, une cuisine bien à eux. Cela oblige à porter une grande attention à tout le monde. Mais il ne s’agit pas seulement de vivre côte à côte. Coexister dans ces conditions implique une compréhension de ce qui peut offenser l’autre.

Vous avez été très près de faire votre service militaire en Algérie française, alors en pleine guerre coloniale. Comment l’avez-vous vécu ?

Je connaissais le système colonial. A l’île Maurice, une petite élite européenne, surtout d’origine française, a longtemps veillé à conserver ses privilèges, contrôlant toutes les affaires et portant peu d’intérêt aux autres peuples qui vivaient sur cette île, encore moins à leur culture. Je voyais la situation en Algérie comme une extension de celle de Maurice. J’étais très inquiet d’être envoyé là-bas après le lycée. Un de mes condisciples qui avait échoué au bac est mort quatre jours après avoir été enrôlé.

Mon père me disait : « Tu ne peux pas aller te battre contre des gens qui demandent l’indépendance. » Il voulait que je rejette la nationalité française et me faisait lire les journaux anglais, qui ne ménageaient pas la France. J’avais une tante qui travaillait pour la marine nationale au Maroc, elle nous envoyait des documents terribles sur les méfaits de l’armée française. Mon frère et moi, en âge de partir, savions très bien qu’il s’agissait d’une guerre coloniale féroce, avec des villages bombardés, des tortures, alors que de nombreux Français croyaient au rôle civilisateur de la République. Cette guerre reste la maladie infantilisante de la France, cette pathologie qui consiste à croire que certains peuples ne sont pas mûrs pour l’indépendance et qu’ils doivent leur identité et leur essor à la seule puissance coloniale.

Finalement, vous avez fait votre service en voyageant autour du monde, découvrant de nouvelles cultures…

A l’époque de De Gaulle, on pouvait faire son service militaire dans la coopération culturelle. J’ai postulé pour la Chine, mais on m’a envoyé en Thaïlande. Je suis ensuite allé au Mexique. Je remercie la France, son ouverture au monde, de m’avoir offert ces possibilités. Au Mexique, j’ai connu un choc culturel considérable. J’ai rencontré Jean Meyer, un historien, alors un coopérant, qui est devenu un ami très cher. Grâce à lui, je me suis intéressé à l’histoire du Mexique et aux civilisations indigènes. J’ai lu les chroniqueurs espagnols des XVIe, XVIIe et XVIIIsiècles, les colonisateurs et les empathiques comme Bartolomé de las Casas (1484-1566), je me suis intéressé aux mythologies indiennes, aux codex aztèques et mayas, j’ai traduit Les Prophéties de Chilam Balam (Gallimard, 1976). Quand je prenais le métro à Mexico, je retrouvais les mêmes Indiens autour de moi, parlant leur langue, avec des tenues bien à eux. Je comprenais que toutes ces cultures, détruites et méprisées, résistaient, cohabitaient, toujours visibles, faisant du Mexique une société multiculturelle.

Dans les années 1970, vous êtes allé à la rencontre des Indiens Huichols, dont vous avez pris la défense en 2012, dénonçant un projet minier qui menace leurs terres…

Je voulais échanger avec ces peuples, les connaître, alors qu’on les dit retardés, un obstacle au progrès, des inférieurs. J’ai participé aux cérémonies de la Pâque des Huichols de la Sierra Madre, j’ai consommé avec eux de la soupe de peyotl, j’ai assisté à ces rituels où les hommes se percent la langue avec une aiguille de cactus pour verser leur sang sur la terre et la fertiliser. Grâce à eux, j’ai renoué avec une ferveur religieuse que j’avais connue pendant mon enfance, j’ai compris combien toute une part mystique de l’humain a été malmenée dans notre monde occidental. Même les révolutionnaires, les tiers-mondistes méprisaient ces peuples, je pense à Régis Debray, à Che Guevara, qui ne se sont jamais préoccupés de savoir comment vivaient les Indiens, quels étaient leurs mythes, leurs coutumes, les jugeant obscurantistes. Dans Le Rêve mexicain ou la pensée interrompue (Folio, 1988), j’ai tenté d’imaginer l’essor de la civilisation mexica si les Espagnols ne l’avaient pas réduite au silence.

Selon vous, nous avons encore beaucoup à apprendre de ces cultures indiennes…

Au Mexique, je me suis lié d’amitié avec un étudiant en médecine qui part régulièrement étudier chez les guérisseurs, les « brujos », dans le Chiapas. Encouragé par l’université, il étudie leurs recettes de botanique thérapeutique, leurs remèdes, leurs techniques psychologiques fondées sur l’empathie et la persuasion. Voici un exemple d’échange de culture exempt de mépris, où chacun apprend de l’autre, une forme de don et de contre-don. Si Antonin Artaud qui, dans les années 1930, cherchait au Mexique les traces d’une culture envoûtée disparue en Europe, avait su que des jeunes médecins feraient un jour cette démarche, plus de soixante-dix ans après son séjour chez les Tarahumaras, il aurait sûrement été bouleversé. Pour moi, il a été un précurseur de ce qu’on appelle l’interculturalité, l’échange de culture à culture.

Cette interculturalité semble bien difficile à imaginer en France, qu’en dites-vous ?

Plusieurs villes françaises sont multiculturelles, par leur histoire. Quand on regarde les immeubles parisiens, on sait qu’au XIXsiècle, les bonnes et les bougnats vivaient sous les combles, un peu plus bas les provinciaux fraîchement arrivés, et qu’on trouvait aux étages nobles, les deuxièmes à balcon, les gens cossus, souvent propriétaires. Tous vivaient là de conserve, parfois travaillaient ensemble, et si le toit fuyait, on s’entendait pour le faire calfeutrer, même si à cette époque les Bretons ou les Auvergnats du dernier étage étaient considérés par les Parisiens comme des gens ignorants, superstitieux, parlant mal le français.

Cette cohabitation urbaine a cessé de fonctionner au moment de l’ère coloniale, quand les habitants des pays africains et maghrébins ont commencé de venir. Bien des Français, mais aussi les institutions, ont aussitôt établi des barrières avec eux, persuadés qu’il existait une hiérarchie irréductible des races et des cultures, expliquant qu’ils n’étaient pas comme nous. Jusqu’à l’indépendance, les pays colonisés ont été présentés par les gouvernants comme des territoires lointains de la République, dépendant d’elle, où vivaient loin du centre des populations peu cultivées que la France civilisait. Quand ces gens arrivaient en France, ils devaient renier leur histoire, s’assimiler, s’intégrer.

Vous voulez dire que la France n’a jamais considéré les Africains et les Maghrébins comme porteurs d’une véritable culture, avec qui dialoguer ?

De nombreux penseurs français sont les héritiers d’une tradition uniculturelle, au sens où elle se veut universelle, républicaine, fondée sur l’apprentissage du français, l’histoire de France et le respect des droits de l’homme. Pourtant, lorsque la République s’est formée, elle aurait pu opter pour le fédéralisme, le respect des identités régionales, de leurs langues, de leurs traditions, comme cela est arrivé en Espagne. Elle aurait pu imaginer une Constitution plus souple, pluriculturelle. Mais rapidement, le jacobinisme, le centralisme et l’intransigeance républicaine se sont affirmés. C’est cette même volonté universaliste qui a présidé à la colonisation.

Quand on lit les textes de l’époque, on voit qu’il existait le projet d’installer une République civilisatrice. Celle-ci allait apporter nos bienfaits à des sauvages ignorants et enfantins, qui avaient besoin qu’on s’occupe d’eux. Sans renier les apports culturels et scientifiques des Français au Maghreb, il reste que lorsqu’un pays impose par la force ses lois, sa langue, ses coutumes à des peuples, le simple fait de les imposer les rend vains. N’oublions pas les centaines de milliers d’Algériens morts pendant la guerre d’Algérie. Aujourd’hui encore, la France n’a pas digéré cette guerre. Certains Français pensent que tous les immigrés et leurs descendants manquent de culture, ne sont pas éduqués, ou sont des musulmans bornés, et qu’il est difficile de cohabiter avec eux.

Au-delà de ces préjugés, les difficultés de cohabitation ne viennent-elles pas de comportements machistes, d’incivilités ou encore d’actes d’intolérance et de racisme bien souvent liés au fait religieux ou à des traditions dépassées ?

Accepter la culture de l’autre ne signifie pas accepter l’excision, l’intolérance ou le machisme. La France les combat, elle a des lois pour cela, son histoire laïque et humaniste, les droits de l’homme, mais cela ne signifie pas qu’elle doive s’en prendre à tous les descendants des immigrés sous prétexte qu’ils sont musulmans ou que leurs parents le sont. Les religions se réforment, les dogmes s’assouplissent, les cultures d’origine évoluent et s’enrichissent dès lors que les personnes sont confrontées à d’autres valeurs, expérimentent des nouvelles manières de vivre, chez les musulmans y compris. En Tunisie, des intellectuelles et des militantes se sont battues pour imposer la Constitution de janvier 2014 qui reconnaît l’égalité des femmes. C’est un événement historique. Au Maroc, Aïcha Ech-Chenna, qui mérite le prix Nobel de la paix, travaille pour desserrer le terrible carcan masculin et venir en aide aux femmes répudiées.

En France aussi, les nouvelles générations des enfants d’immigrés apprennent à vivre en République, étudient dans des écoles laïques, épousent des non-musulmans, beaucoup veulent réussir, des associations de femmes dénoncent le machisme, des écrivains, des acteurs, des musiciens, des artistes, des entrepreneurs se révèlent, une classe moyenne se forme, et si certains se replient agressivement sur la religion, surtout dans les quartiers déshérités, tous ne le font pas, loin de là.

Comment la République pourrait-elle aménager une société pluriculturelle et multiconfessionnelle qui ne renie pas ses fondements laïcs et le respect des droits de l’homme ?

Je n’ai pas de recette. Peut-être faut-il faire comme en Bolivie, imaginer une sorte de ministère de l’éducation interculturelle plutôt qu’un ministère de l’identité nationale. Le président Evo Morales a modifié la Constitution, reconnu les nations indigènes et officialisé leurs langues jusqu’ici interdites dans les écoles et l’administration. Il défend un état « plurinational » et « plurilingue ». Dans la Bolivie d’aujourd’hui, dès l’école primaire, chaque élève apprend trois langues : l’espagnol, sa langue maternelle – comme l’aymara ou le quechua – et une autre pour s’ouvrir au monde. On voit bien que cette pluralité de langues facilite les échanges « interculturels » entre les différentes communautés, entre les gens des villes et des campagnes, avec les étrangers.

Je préfère cette idée d’une société « interculturelle » plutôt que « multiculturelle ». Elle suppose que nous apprenons les uns des autres, comme cela se fait couramment dans les affaires, le commerce, les arts, en littérature, que nous pouvons nous entendre, nous accepter, débattre, discuter des zones de tension, ou encore nous « accommoder raisonnablement » de nos différences, comme le proposent les Canadiens.

En France, n’assiste-t-on pas plutôt à une exaspération de thèses d’extrême droite, qui rejettent toute forme de multiculturalisme ?

J’ai beaucoup lu ces derniers temps la presse des années 1930. C’est instructif. Vous y voyez monter une obsession de la pureté ethnique et culturelle française, une exaltation des vraies origines, qui passe par les Gaulois et la chrétienté, une dénonciation du déclin, dû à l’ennemi intérieur, aux races non européennes, à la gauche « enjuivée », une remise en valeur de la monarchie et du pouvoir royal, une exaspération du patriotisme et du nationalisme, si bien qu’on comprend comment la guerre devient inévitable.

Ces « vrais Français » sont persuadés qu’il faut se mobiliser en milices, créer des factions, pour conjurer les dangers, et il est inquiétant de voir aujourd’hui l’extrême droite et une partie de la droite reprendre ces arguments de guerre civile. C’est une sorte de venin, aiguisant le sentiment d’une montée des périls, désignant des boucs émissaires. Je trouve cela très inquiétant.

 

1ère discussion : le jeudi 16 octobre 2014, 10h 30, résumé

La discussion s’engage sur les deux dessins envoyé par une absente, Fiona, publiés dans la Süddeutsche Zeitung : … typiques de l’humour allemand (?) 🙂  :
Comic-1-Fiona

« Il ne se peut quand même pas que nous, pour la seule raison que nos enfants sont encore petits, n’ayons plus aucun sujet de conversation ! Nous vivons comme les sectatrices d’un culte, coupées du monde et liées à un rituel éreintant que personne n’arrive à expliquer »Passé le 1er choc, les autres mère comprirent qu’elles comptaient une traîtresse dans leurs rangs.

Comic-2-Fiona

« Quand je vous observe et vois votre pseudo-vie pleine de frustration et de stress, faute de pouvoir endosser enfants et carrière sous le même chapeau, il m’apparaît clairement que jamais je n’aurai d’enfants, jamais ! »

Inge : « Il me semble en effet qu’il s’agit d’une guerre véritable en Allemagne entre le monde de celles qui ont des enfants, et celui de celles qui n’en ont pas ». Certaines se récrient, d’autres opinent. N’y aurait-il pas là une différence plus grande qu’ailleurs entre les conceptions française – non séparation du travail et des enfants très souvent – et allemande où, il n’y a guère, on parlait de Rabenmutter (« mères corbeaux » – le corbeau étant un charognard guère estimé) ?

Monique : Ne s’agirait-il pas seulement d’une vision de la femme, mais de la famille, qui se regroupe pour alléger la tâche de l’homme, leur « nourrisseur » ?

Fabienne : Oui et non ; professeur de petites classes et depuis 13 ans en Allemagne, il me semble que de plus en plus de jeunes couples s’organisent dans le sens d’un partage des tâches, à cela près qu’en France on dispose de bien plus d’infrastructures, crèches par exemple).

Elizabeth : on pourrait parler de Weissenrabenmutter – « corbeaux blancs »…

Inge : Peut-être aussi que les enfants sont un symbole de statut social comme … les chiens. On a bien des « KITA für Hund »

Tout le monde rit ou se récrie

Veronica propose, à propos d’animaux, un article sur l’action de Brigitte Bardot et sa Fondation, et sur son testament où elle s’oppose à l’abattage des animaux, en particulier des chevaux. Elle l’a publié dans une lettre ouverte destinée au président François Hollande et au premier Ministre Manuel Valls, qui a été publiée par Le Parisien, Le Figaro, Le Monde et Var Matin. La question se pose de savoir si une actrice connue comme Hanna Shygulla par exemple songerait à en appeler à Mme Merkel. Les avis sont mitigés, mais tout le monde rend hommage à Bardot.

Puis Gertrud présente un article du Rheinische Post du 13.10.14 :

rheinische-post-gertrud-webGertrud souligne le fait que ce très respecté Prix de la Paix des Libraires allemands, qui a couronné des hommes aussi éminents qu’Albert Schweitzer ou le philosophe Jaspers, a été décerné dans l’église St-Paul de Francfort à celui que Martin Schulz a appelé « un homme à l’identité patchwork », un baba cool à dreadlocks, Jaron Lanier, pionnier Internet entrepreneur et artiste, inventeur du concept de « réalité virtuelle » qui se retourne contre la culture numérique et a mis en garde contre les contaminations virales ou flashmob – réunions-manifestations soudaines de quelques minutes grâce au virtuel. Gertrud trouve ce choix courageux et salue d’abord le courage d’un pionnier de la Silicon Valley qui dénonce les dérives du tout-numérique. A lire l’article, Lanier qui a rendu hommage à sa famille décimée par les nazis, a vu très tôt dans les flashmobs et autres manifestations ponctuelles facilitées par le virtuel, l’instrument idéal pour irruptions de violence de sectaires et fanatiques et pose la question dans l’article : « Et si les nazis avaient eu un tel instrument à leur disposition ? ». Sa présentation de lui-même en anglais : http://www.jaronlanier.com/general.html et par ce qu’il considère – non sans raison – comme du « maoïsme numérique », Wikipedia : http://fr.wikipedia.org/wiki/Jaron_Lanier

Elizabeth : Cela fait un moment en effet que nous parlons ici des « enfants mutants » qui sont les nôtres et que vivent dans un autre monde que celui qui nous a formés. Leurs axones, leurs synapses ne sont plus les mêmes, axés sur le Zap, l’image, le présent immédiat, la course à la vitesse (4G). Les parents, les profs ont mis bien du temps à voir la réalité en face et à adapter leurs mots, leur formation des jeunes esprits à cette nouvelle manière de percevoir le monde, non ?

Fabienne : En tant que professeurs d’enfants très jeunes, nous avons dû réfléchir rapidement et adapter l’enseignement à ces enfants-là. Ils sont bien moins attentifs, une image chasse l’autre, comment capter leur attention et la retenir ? Ce fut l’enjeu des dernières années. Sous une autre forme, nous utilisons les outils des enfants, nous nous infiltrons (schleichen « se faufiler clandestinement ») dans leur monde.

Fabienne propose deux articles du Monde concernant la coopération économique entre France et Allemagne (elle apporte les photocopies) : « France Allemagne, le temps des doutes et des équivoques » et « Les investissements allemands sous la moyenne de la zone euro ». S’ensuit une discussion sur les manières de fonctionner entre la France, état centralisé, et l’Allemagne, souligne Inge, état fédéral. Les malentendus sont nombreux, et surtout le dialogue semble un peu surréalistes par rapport aux réalités des deux pays. Par la suite, en conclusion de notre revue de presse économique de ce jour-là, l’un des points culminants de la discussion entre ministres français et allemands a été résumé à la Une des journaux allemands par … Michel Sapin montrant ses chaussettes roses à son collègue d’Outre-Rhin !

Elizabeth propose « Le Monde », 22/08/2014 :

lemonde-femmes1

lemonde-femmes2

No comment

Martine  propose un article du « Temps », quotidien suisse de Genève, sur l’orthographe française :

Article Martine 1
Article Martine 2

en liaison avec l’article suivant, dont nous reparlerons la fois prochaine car personne ne l’avait encore lu, et que le style est un délice, à savourer que l’on soit ou non d’accord :

Proposé par Catherine Hruska et au tableau d’honneur de la Revue de Presse tant il est bien écrit et bien pensé (oui, oui, délit de partialité) :
« Du bon usage du Français et de la Française », par Jean-Paul Brighelli, enseignant, auteur de l’excellent livre « La Fabrique du Crétin » (2005).
A compléter par la mise au point de l’Académie française.

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